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Freitag, 23. Juni 2017

Was Hundehalterinnen und Hundehalter alles zu beachten haben: 
Nicht nur die neue kantonale Hundegesetzgebung, sondern auch die Tierschutz- und Tierseuchengesetzgebung des Bundes enthält Vorgaben zur Hundehaltung. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen was im zeitlichen Ablauf alles zu bedenken ist. In der Broschüre für Hundehalterinnen und Hundehalter (siehe Formulare & Merkblätter) finden Sie alles Wissenswerte rund um die Hundehaltung. Zudem gibt es auf der Homepage des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) viele Informationen über das Halten von Hunden.

Bevor ein Hund angeschaft wird:
Haftpflichtversicherung abschliessen mit mindestens Fr. 1 Mio. Deckung für alle Hunde, unabhängig von ihrer Grösse und Rasse. Der Sachkundenachweis Theorie für Hundehaltung ist zu erlangen, wenn es der erste Hund ist. Abklären, dass es sich um einen Hund handelt, der einen Mikrochip trägt und bei der Zentralen Datenbank ANIS gemeldet ist. Sicherstellen, dass es sich um keinen Hund handelt, welcher der Rassetypenliste II angehört, da die Übernahme verboten ist.

Wenn ein Hund übernommen worden ist:
An- bzw. Ummeldung bei der Zentralen Datenbank AMICUS mit u.a. Angabe der Microchip-Nr. des Hunds innert 10 Tagen. Anmeldung des Hundes bei der Gemeinde innert 10 Tagen und Hundeabgabe leisten. Praktische Sachkundenachweis für Hundehaltung innerhalb eines Jahres nach Übernahme des Hundes erlangen. Absolvierung des praktischen Sachkundenachweises innerhalb eines Jahres, wenn der Hund bei der Übernahme älter als 8 Jahre ist.

Zusätzlich für Hunde der Rassetypenliste I, die nach dem 31. Dezember 2010 geboren sind (deckt Sachkundenachweis praktisch auch ab):
Besuch des Kurses für die Welpenförderung zwischen der 8. und 16. Lebenswoche des Hundes. Besuch des Junghundekurses bis zum 18. Lebensmonat des Hundes. Besuch des Erziehungskurses innerhalb eines Jahres, wenn der Hund im Alter zwischen 18 Monaten und 8 Jahren übernommen wird.

Während der Hundehaltung - generell und jährlich wiederkehrend:
Allgemeine Pflicht beim Halten, Führen und Beaufsichtigen des Hundes umfassend einhalten. Orte mit Zutrittsverbot und genereller Leinenpflicht beachten, Kot korrekt beseitigen, Lärmbelästigung vermeiden. Hundeabgabe an die Gemeinde und Haftpflichtversicherung jährlich begleichen. Namens- oder Adressänderungen bei der Zentralen Datenbank ANIS und bei der Gemeinde innert 10 Tagen melden.

Wenn ein Hund abgegeben worden oder gestorben ist:
Abgabe oder Tod bei der Zentralen Datenbank ANIS und bei der Gemeinde innert 10 Tagen melden.

Weitere Angaben zu Hunden der Rassetypenliste II
Seit dem 1. Januar 2010 ist die Haltung und Zucht von Hunden der Rassetypenliste II verboten. Nur Halter, die für ihren Hund eine Haltebewilligung erlangt haben, dürfen den Hund weiterhin im Kanton Zürich halten. Die vorübergehende Haltung von Hunden der Rassetypenliste II durch Drittpersonen ist bis zu max. 30 Tagen pro Kalenderjahr erlaubt. Halter mit Wohnsitz ausserhalb des Kantons Zürich, dürfen sich mit ihren Hunden der Rassetypenliste II im Kanton Zürich aufhalten, wobei für diese Hunde die Maulkorb- und Leinenpflicht im öffentlich zugänglichen Raum gilt.
Für Haltungen von Rassetypenliste ll Hunden mit befristeten Haltebewilligungen, sind vor Ablauf der Gültigkeit das Gesuch für eine unbefristete Haltebewilligung (siehe Formulare & Merkblätter) vollständig ausgefüllt und mit den allfällig geforderten Unterlagen dem Veterinäramt einzureichen.
Für Haltebewilligungen mit Auflagen, wo eine Modifikation der Auflage erwogen werden soll, muss das Gesuch für Modifikation der Auflage der bestehenden Haltebewilligung (siehe Formulare & Merkblätter) vollständig ausgefüllt und mit den allfällig geforderten Unterlagen dem Vetinäramt eingereicht werden.


 

 Weitergehende Informationen und Gesetzessammlungen Kanton Zürich und Bund siehe:

 veterinaeramt kt zuerich ab2017
Hundeausbildung – das gilt ab dem neuen Jahr 2017
Das Bundesparlament hat entschieden, den Sachkundenachweis für Hundehalterinnen und Hundehalter abzuschaffen. Diese Änderung in Bezug auf die Hundeausbildung gilt ab dem 1. Januar 2017. Die kantonale Ausbildungspflicht ist indes von diesem Entscheid nicht tangiert.
 veterinaeramt-kt-zuerich
  • Gesetzgebung (Hundegesetz / Hundeverordnung)
  • Haltung
  • Ausbildung
  • Prävention
  • Hunderassen nach Rassentyp
  • u.v.m.
 bvet-hund
  • Gesetzgebung (Hundegesetz / Hundeverordnung)
  • HundehalterInnen und Hunde ausbilden
  • Reisen mit Hund
  • Achtung Hund
  • Broschüre Hund
  • u.v.m.